Was sind die bekanntesten Frauennamen

Das Thema Glücksspiel galt lange Zeit als reine Männerdomäne. Doch abhängig von konkreten Glücksspiel-Kategorien zeichnet sich mittlerweile ein anderes Bild. Bei Online-Wetten und Online-Poker sind Männer statistisch gesehen immer noch deutlich stärker vertreten, doch gerade beim Online-Lotto (eine weitere Form des Glücksspiels) sind Frauen sogar präsenter.

In Bezug auf Firmenstrukturen in der Glücksspielbranche ist die Geschlechterverteilung jedoch weniger gleichmäßig. Hier dominieren nach wie vor Männer die CEO- und Vorstands-Ebene. Doch gibt es auch Frauen, die in der Glücksspielbranche bekannt sind? Wir klären auf!

Weibliche Führungskräfte in einer klischeehaften Domäne

Da das Glücksspiel und damit auch Glücksspiel-Konzerne in gewisser Weise (zumindest klischeehaft ausgedrückt) als Männerdomäne gelten, sind auch die Machtstrukturen bekanntlich eher „festgefahren“. Das zeigt sich teilweise auch an Slots und angebotenen Spielen, die wenig auf eine weibliche Zielgruppe zugeschnitten sind.

Die Anzahl an weiblichen Spielerinnen wächst jedoch stetig, sodass das Klischee rund um Glücksspiele und Männer nach und nach aufgeweicht wird. Das hat zur Folge, dass nicht nur Männer in der Führungsriege vertreten sind, sondern auch starke Frauen.

Konzerne und ihre Führungsetage

Sie heißen Bwin, Betfair, Tipico, Interwetten, LeoVegas und Co. – Glücksspiel-Konzerne und Unternehmen, die sowohl klassische Casino-Spiele als auch häufig Sportwetten im Angebot haben. Welche dieser Unternehmen setzt dabei auf Frauen in der Führungsetage? Für eine Antwort muss lange gesucht werden. Die meisten namhaften Firmen haben ausschließlich männliche Führungskräfte.

ZEAL Network SE, Schmidt-Gruppe und Gauselmann-Gruppe

Das Hamburger Unternehmen ZEAL Network SE wurde beispielsweise 1999 von Marc Peters und Jens Schumann gegründet. Auch jetzt gehören drei Männer (Helmut Becker, Jonas Mattsson und Peter Steiner) zum Vorstand und Aufsichtsrat.

Die Schmidt-Gruppe wiederum, eine 1985 gegründete GmbH, ist sogar ein reiner Familienbetrieb – allerdings in Männerhand. Gegründet wurde die Firma von Ulrich Schmidt, der zeitweise sogar bei der Gauselmann-Gruppe gearbeitet hat. Mittlerweile hat sein Sohn Arne Schmidt die Leitung.

Ebenfalls familiengeführt ist auch die bekannte Gauselmann-Gruppe mit Sitz in Espelkamp. Paul Gauselmann gründete das Unternehmen (welches mit dem Markennamen Merkur arbeitet) im Jahr 1957. Es folgten mit Willi und Eugen zwei weitere Familienmitglieder, sodass die Firma künftig sogar unter dem Namen „Gebrüder Gauselmann“ firmierte.

Immerhin: Im Jahr 1999 gründete man die „Paul und Karin Gauselmann Stiftung“ – ein Frauenname. Die Umbenennung von der „Gauselmann Stiftung“ erfolgte allerdings erst im Jahr 2015. Immerhin gehören zum Kuratorium der Stiftung nicht nur Männer, sondern auch Sonja Gauselmann und die stellvertretende Bürgermeisterin von Espelkamp, Christel Senckel.

Geschäftsführerin des Fachverbands Spielhallen: Jasmine Rohde

Der Fachverband Spielhallen e.V. ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Dieser wurde 2012 gegründet. Es handelt sich um einen freiwilligen Zusammenschluss von Berufsorganisationen von Firmen, die deutschlandweit gewerblich Spielhallenbetreiber sind. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und auch die Wahrung von Interessen, sowohl rechtlichen, wirtschaftlichen sowie ideellen.

Den Vorsitz hält Frank Waldeck, allerdings ist als Geschäftsführerin Jasmine Rohde eingetragen. Ebenfalls im Fachverband aktiv ist auch Laura Wilms, die als Referentin für Politik und Kommunikation agiert.

CEO von Entain: Jette Nygaard-Andersen

Zwar verlassen wir mit der Firma „Entain plc.“ den deutschen Bereich, möchten damit aber zumindest aufzeigen, dass auch Glücksspielfirmen eine weibliche Chefetage aufweisen können. Die Firma Entain plc. firmierte früher unter dem Namen GVC Holdings und wurde 2004 gegründet.

Im Jahr 2019 wurde Jette Nygaard-Andersen zur nicht geschäftsführenden Direktorin ernannt. Erst seit einiger Zeit (Januar 2021) ist sie CEO (Chief Executive Officer) des Unternehmens. Damit ist sie in Großbritannien die erste weibliche CEO eines notierten Wettunternehmens.

Warum gibt es so wenige Frauen in der Führungsetage von Online-Glücksspielfirmen?

Blicken wir nun auf die eher dürftige „Ausbeute“ von Damen in der Chefetage größerer Casino-Firmen, dann wirft dies natürlich einige Fragen auf. Fakt ist, dass die Glücksspielbranche nach wie vor als starke Männerdomäne gilt, weshalb vor allem Familienbetriebe von Vater zu Sohn weitergegeben werden. Auch allgemeine Aufsichtsräte bestehen zu großen Teilen aus Männern.

Genau hier setzt aber auch die EU an. Erst im Oktober 2022 wurde sich darauf geeinigt, dass europaweit eine Frauenquote in börsennotierten Firmen eingeführt wird. Das Ziel soll sein, dass bis zum Jahr 2026 mindestens 40 Prozent im Aufsichtsrat von Frauen vertreten sind!

Gerade also im europäischen Raum könnte es bald Veränderungen geben. Dies wird sich idealerweise nicht nur auf die angebotenen Spiele und Designs auswirken, sondern auch auf weitere Bereiche der Unternehmen. Frauen betrachten Dinge wie Zahlungsmodalitäten oder Kundensupport möglicherweise aus anderen Augen, weshalb eine „bunte Mischung“ in der Führungsetage durchaus eine gute Entscheidung wäre. Wenn ein Unternehmen beispielsweise jetzt nur wenige Zahlungsanbieter für Spieler bereithält, könnte es zum Beispiel künftig mit einem Chefwechsel auch in einem Online Casino Schweiz Paysafe als Zahlungsmethode geben.

In einem Casino, in dem verstärkt ein Fokus auf Tischspiele wie Poker oder Blackjack gelegt wird, könnte es einen starken Ausbau in Richtung Slots oder auch Bingo geben. Der Kundensupport könnte auf weitere Sprachen erweitert werden, denn hier haben vor allem internationale Unternehmen oft noch kein DACH-Repertoire im Angebot. Das und mehr sind mögliche Ergebnisse einer veränderten Firmenstruktur mit mehr weiblicher Führung.

Angrenzende Firmen mit starken Frauen in der ersten Reihe

Zwar ist die Anzahl an weiblichen Führungskräften in Glücksspielkonzernen noch sehr dürftig, doch angrenzende Unternehmen und Branchen sind dagegen bereits mit zahlreicher weiblicher Power vertreten.

Es gibt viele Selbstständige, die sich beispielsweise mit Beratungsfirmen dem Thema widmen. Auch Journalistinnen, die in der Glücksspiel-Szene arbeiten oder gar Abgeordnete (wie Kristina Schröder, die eine Beratungsfirma im Bereich staatliches Glücksspiel gegründet hat) widmen sich dem Thema.